Kosten

In Deutschland erfolgt die Abrechnung der anwaltlichen Vergütung entweder nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) oder aufgrund von Honorarvereinbarungen.

Honorarvereinbarung

Bei Schulungen oder einer Beratung z.B. wenn außergerichtlich ein Gutachten erstellt, ein Arbeitsvertrag geprüft oder ein Zeugnis erstellt werden soll, erfolgt die Abrechnung meiner Leistungen nach Zeitaufwand auf Basis von Stundensätzen oder Pauschalhonoraren. In der Regel beträgt mein Stundensatz 200 EUR zzgl. Mwst. und Auslagen.

Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG)

Bei der außergerichtlichen und gerichtlichen Vertretung erfolgt die Abrechnung meiner Tätigkeiten nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG).

Eine Erstberatungsgebühr entsteht, wenn Sie mich mit einer Rechtsfrage konfrontieren, auf die ich eine Auskunft gebe. Soweit es nur bei einem ersten Gespräch bleibt, egal wie lange dieses Gespräch dauert, werden 190,- Euro zzgl. Mwst. und Auslagen. in Rechnung gestellt.

Sobald sich an diese Erstberatung weitere Tätigkeiten anschließen (z. B. ein Telefonat mit der Gegenseite, das Studieren weiterer Unterlagen, das Verfassen eines Schreibens), fällt die Geschäftsgebühr an diese wird nach dem Gegenstandswert oder auch Streitwert genannt berechnet.

Beispiele für die Berechnung des Streitwerts:

  • Geht es bei dem Streit um die Vergütung, also um einen bestimmten Geldbetrag, ist dessen Höhe der Streitwert des Verfahrens
  • Sollen Arbeitsmittel herausgegeben werden, bestimmt deren Wert den Streitgegenstand
  • Für Kündigungsschutzprozesse beträgt der Streitwert in der Regel drei Monatseinkommen

Die Höhe der Gebühr ist in einer Gebührentabelle als Anlage zum Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) zu entnehmen.

Hier finden Sie die aktuell gültige Gebührentabelle (externer Link)

Kommt es außergerichtlich zu keiner Einigung und schließt sich etwa ein gerichtliches Verfahren an, werden weitere Gebühren fällig.

Was für eine Gebühr in Rechnung gestellt werden kann, richtet sich danach, welche Tätigkeiten ich für Sie ausführe. Hier soll nur das Grundprinzip erläutert werden:

Bei der gerichtlichen Vertretung erhalte ich in der Regel eine Verfahrens- und eine Terminsgebühr. Im gerichtlichen Verfahren beträgt die Verfahrensgebühr 1,3 und die Terminsgebühr 1,2 so dass in der Regel 2,5 Gebühren entstehen.

Darüber hinaus fällt eine Einigungsgebühr an, wenn der Streit durch z.B. einen Vergleich beendet wird. Die Einigungsgebühr nach Anhängigkeit des Rechtsstreits beträgt 1,0.

Beispiel zur Berechnung eines Honorars nach RVG:

  • Streit um eine Provisionszahlung über 5.000,- EUR
  • Streitwert = 5.000 EUR
  • Gebühr für Streitwert (aus Gebührentabelle) = 301 EUR
  • fällige Gebührenanteile = 2,5
  • Honorar = 2,5 x 301 EUR = 752,50 EUR

Beachten Sie: Im Arbeitsrecht besteht in der ersten Instanz die Besonderheit, dass unabhängig vom Ausgang des Rechtsstreits jede Partei Ihre Anwaltskosten selbst trägt.

Wer finanziell bedürftig ist, erhält unter Umständen staatliche Unterstützung bei der anwaltlichen oder gerichtlichen Durchsetzung seiner Ansprüche.